Narzissmus
Von der Persönlichkeitseigenschaft bis zur klinischen Diagnose: sachliche Informationen ohne Ferndiagnosen.
Narzissmus ist ein vielschichtiger Begriff. Er beschreibt in der Psychologie eine Persönlichkeitseigenschaft, die bei allen Menschen in unterschiedlichem Ausmaß vorkommt, und – in einer ausgeprägten, überdauernden und belastenden Form – eine klinische Diagnose: die narzisstische Persönlichkeitsstörung.
Wichtig vorweg
Ein hoher Anspruch, Selbstbewusstsein, Kränkbarkeit oder egoistisches Verhalten machen niemanden automatisch zu einem „Narzissten“. Diagnosen können nur von qualifizierten Fachpersonen im direkten Kontakt gestellt werden. Diese Seiten dienen der Information und ausdrücklich nicht der Ferndiagnose anderer Menschen.
Inhalte dieses Bereichs
- Was ist Narzissmus? Begriff, Forschung und Alltagsverständnis
- Narzisstische Persönlichkeitsstörung: Kriterien, Häufigkeit, Behandlung
- Formen und Ausprägungen: grandios, vulnerabel, somatisch, zerebral, maligne
- Narzissmus in Beziehungen, Manipulation, Gaslighting, Grenzen setzen
- Umgang mit narzisstischem Verhalten und häufige Fragen
Begriffe sauber trennen
Viele populäre Begriffe – „verdeckter Narzisst“, „somatischer Narzissmus“, „maligner Narzissmus“ – sind beschreibende Konzepte aus Literatur und Ratgebern, keine eigenständigen Diagnosen in ICD-11 oder DSM-5. Sie können hilfreich sein, um Verhaltensmuster zu beschreiben, sind aber wissenschaftlich unterschiedlich gut belegt.
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Quellen
DSM-5 (APA); ICD-11 (WHO); Miller J. D., Lynam D. R. et al., Narcissism today, Current Directions in Psychological Science.
Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung.